Bühler Kultursommer diesmal im Bürgerhaus
Pigeons On The Gate bewegen das zivilisierteste Publikum aller Zeiten

Die Band aus Winterthur ist charakterisiert durch das Frontpaar Roger and Lajescha O'Dubler. Sie bestechen durch ihre multiinstrumentalen Fähigkeiten. Besonders Lajescha spielt Flöte, Piano, Gitarre und singt. Und sie haben eine wunderbare Künstlerin dabei. Maria Ryan bringt viel irisches Gefühl mit. Bei ihr kann man erahnen, warum Musik in Irland schon bei der Geburt ins Blut geht. Aber auch Lars an der Gitarre, der sein letztes Konzert mit der Band spielte, fügte dem Sound eine besondere Note hinzu. Bass und Schlagzeug waren groovig und zwangen vor allem die Kinder zum mittanzen.

Maria zeigte mutig ihre Schönheit mit einem Stück in gälischer Sprache. Ich glaube da hat keiner im Saal auch nur ein Wort verstanden. Vielleicht war es deshalb so toll. Aber in einem irischen Pub ist das normal, dass jemand aufsteht und ein Lied singt, alleine. Lajescha meinte dass da normalerweise alle ganz still sind, aber das bräuchte sie hier in Bühl ja nicht extra zu sagen. Jetzt dürfen wir gerne ruhig sein. Da sass jeder Ton und die Melodie wurde wunderbar verziert, wie eine Koloratur Sopranistin. Das berührte tief und sie erhielt einen stürmischen Applaus.
Zuvor spielte sie auf der Violine ein irisches Stück solo. Auch sie betonte wie ruhig doch das Publikum hier sei. Dann spielte sie den Irish Tune. Für diesen Auftritt verlies die Band die Bühne und sie stand alleine da, schloss die Augen und brachte Irland pur nach Bühl.

Pigeons_On_The_Gate_Irish_Tune.mp3
Pub_Solo_Maria_10.mp3

In der Pause traf ich mein Vorbild Stephen. Er komponiert so wunderbare Lieder und besonders gefällt mir seine positive Sprache. Er berichtete von seinem letzten Konzert in der Friedenskapelle in Sasbachwalden. Wie schwer es ist alleine da zu stehen und Musik zu machen. Er begann ein Stück mit den komplett falschen Akkorden. Das unterstrich nochmal besonders die Darbietung von Maria Ryan Solo. Ihm fiel auch die Gitarre von Roger auf, eine Martin.
Der zweite Teil verging wie im Flug. Sie spielten einen Querschnitt durch ihre 3 Studioalben. Gegründet wurde die Band 2010.
Zum Schluss bat Roger die Leute um einen Gefallen für den Gitarristen. Alle sollen ihre Handylampe anschalten. Für das letzte Lied von Lars mit der Band. Er geht fortan andere Wege. Roger bedankte sich für die gemeinsame Zeit. Sie spielten dann noch zwei Zugaben. Ein toller Konzertabend ging zu Ende. Danke Schweiz, Danke Irland für diese Symbiose aus Folk und Pop/Rock. Danke Pigeons On The Gate!



























